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Nach fast 30 Jahren schließt das AStA-Café an der Universität zu Köln. Die Mitarbeiter hätten das Café nicht mehr im Interesse der Studierenden geführt, erklärt der AStA. Die Entscheidung ist umstritten.

 

Ein Ort, um Freunde zu treffen und zu lernen. So beschreibt der AStA der Uni Köln sein Café in der Universitätsstraße 16 auf Facebook. Doch seit den Semesterferien ist dieser Inhalt leider nicht mehr verfügbar, um es mit den Worten des sozialen Netzwerks zu beschreiben.

Der AStA hat das Café nach rund dreißig Jahren geschlossen und die Facebookseite gelöscht.

Die Studierendenvertretung reagierte damit auf einen schon länger andauernden Streit mit den Mitarbeitern des Cafés.
Dem AStA zufolge handelten die Angestellten nicht mehr im Sinne Ihres Arbeitgebers und der Studierenden. Die Caféleitung habe sich unter anderem geweigert eine Registrierkasse zu verwenden, um die Abrechnungen im Café elektronisch zu erfassen und besser überwachen zu können. „Gespräche mit der Caféleitung waren seit Jahren ergebnislos“, sagt die Vorsitzende des AStA, Katharina Letzelter. Man habe keinen Einfluss mehr auf die Gestaltung des Cafés gehabt. Deshalb setzte Letzelter schließlich einen Beschluss des Studierendenparlaments um und schloss das AStA-Café. Die Abgeordneten hatten Ende April einen Antrag des ehemaligen AStA-Vorsitzenden Jakob Köhne von den Unabhängigen angenommen und für Schließung gestimmt. Jedoch mit einem knappen Ergebnis: Bei sieben Enthaltungen stimmten 21 Mitglieder des Studierendenparlaments für und 15 gegen den Antrag. Dagegen votierte unter anderem die Hochschulgruppe der Wendepunkt.

Das Café sei eine wichtige Begegnungsstätte für Studierende gewesen und habe sich besonders durch seine günstigen Preise ausgezeichnet, erklärt Peter Förster, der der Hochschulgruppe angehört. Seiner Meinung nach hätte der AStA eine weniger radikale Lösung anstreben können. „Ein Arbeitgeber muss MitarbeiterInnen ein Mitspracherecht einräumen und kann nicht einfach über deren Kopf hinweg entscheiden“, sagt Förster. Der AStA betont, dass der Raum, wo bisher das Café geöffnet hatte, in jedem Fall weiterhin den Studierenden zugänglich sein soll. Die Planungen liefen. Bevor ein neues Konzept umgesetzt werden kann, müsse sich der AStA jedoch zuerst mit der benachbarten Studiobühne einigen. Ein Kooperationsvertrag sieht vor, dass das Café bei Aufführungen des Theaters weiterhin geöffnet hat.

 

Foto von Ina Busch

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