Der Festivalsommer 2018: Sechs Geheimtipps für die Open-Air-Saison

Die Tage werden länger, es wird wärmer - und nicht nur Köln erwacht endlich aus seinem langen, grauen Winterschlaf. Der perfekte Zeitpunkt also, um sich Gedanken über den herannahenden Sommer und seine musikalischen Möglichkeiten zu machen!

Alle Festivalliebhaber*innen freuen sich auf Wochenenden voller Musik und Spaß, netter Leute, mal auf matschigen, mal staubigen Zeltplätzen. Dazu lacht die Sonne, das Bier fließt in Strömen, zwischendurch springt man zur Erfrischung in den See und natürlich wird getanzt bis die Beine zittern. Hier ist eine kleine, aber feine Auswahl von sechs Top-Festivals, die vielleicht noch nicht jede*r kennt, davon die meisten in der Umgebung und kostenlos mit dem NRW-Ticket erreichbar. Packt euch ein paar Freund*innen, ein Zelt und eine Rolle Gaffatape ein und los geht’s! (Ticketpreise immer inkl. VVK-Gebühren, ohne Müllpfand.)

 

Panama Open Air

 

Beim Gedanken an die etwas verschlafene Ex-Hauptstadt südlich von Köln erwartet man nicht unbedingt ein Lineup mit solchen Perlen des Techno und düsteren Deephouse: Charlotte de Witte, Ben Klock und Rødhåd sind Pionier*innen der harten Beats und des Vorwärtstechno. Für melodischere Klänge, die nicht weniger zum Tanzen animieren, sorgt AKA AKA. Die Veranstalter preisen ‚more than 80 electronic top acts‘ an, und dem kann man durchaus zustimmen. Mindestens fünf Bühnen sorgen für eine gute Verteilung und viel musikalische Auswahl an beiden Festivaltagen in der Bonner Rheinaue.

Tickets: ab 42 Euro (1 Tag) / 56 Euro (beide Tage), panamafestival.de, 13. + 14.07.18.

 

Open Source Festival

 

Am 14. Juli verwandelt sich die Düsseldorfer Galopprennbahn ab mittags in ein buntes Treiben aus Musikverrückten. Mitten im Grafenberger Wald tanzen sie zum Sound von 19 verschiedenen Bands und DJs unterschiedlichster Musikrichtungen. Auf drei bühnen bietet das Open Source von Indie über Hiphop bis zu elektronischer Musik eine große Bandbreite internationaler Künstler. Auf der Young Talent Stage können zusätzlich Newcomer live ihr Können zeigen, es sind aber auch etablierte Acts wie Tocotronic, Cigarettes after Sex oder Joan As Police Woman mit von der Partie. Ein Blick auf die Homepage open-source-festival.de lohnt sich, ganz abgesehen vom großartigen Lineup ist die Webseite nämlich auch wunderschön gestaltet.

Tickets: ca. 40 Euro, open-source-festival.de, 14.07.18.

 

Katzensprung Festival

 

Das Katzensprung-Festival findet am vorletzten Juliwochenende statt, gutes Wetter ist also praktisch vorprogrammiert. Versteckt in den Hügeln und Wäldern des Bergischen Lands finden Freund*innen elektronischer Tanzmusik das kleine, feine und ökologisch gestaltete Festival auf dem Gelände des Gut Haarbecke. Eine große Auswahl an 80 DJs und Bands, darunter Barnt, Beddermann & Dahlmann, aber auch sehr viele Kölner Locals wie Ameli Paul, Burakete, Franca und die Kompakt-Crew bespielen ganze sechs Bühnen mit ihren elektronischen Klängen. Damit keine Langeweile aufkommt, gibt es zahlreiche Workshops, die sind aber alle noch geheim.

Tickets: ab 99 Euro, 2018.katzensprung-festival.de, 19. - 22.07.18.

 

c/o pop

 

Bleibt doch mal in der Stadt! Denn Festival bedeutet nicht immer Campen auf matschigen Wiesen,

lauwarmes Dosenbier und vier Tage nicht duschen. Man kann auch zu Hause wohnen und trotzdem fast eine Woche lang zu besten Acts feiern: Etwa beim 15. City-Festival cologne on pop. Hier erwarten euch Open Air-Sets im Odonien, Konzerte am Tanzbrunnen und lange Clubnächte im Gewölbe oder Veranstaltungen in der Kölner Philharmonie. Alles spielt sich quer über Köln verteilt ab, das Hauptquartier bleibt aber der Stadtgarten. House-Lieblinge wie Kink und die gehypte Newcomerin Yaeji haben elektronische Musik de luxe im Gepäck, bei Konzerten von The Notwist und Julien Baker lässt es sich aber ebenfalls verträumt bis in den Morgen tanzen. Noch zwei Geheimtipps: Mittwochs verzaubert die Berlinerin Perel mit ihren housigen Wave-Dance-Tönen und am Donnerstag liefert der Aachener FloFilz feinsten Hip-Hop à la A Tribe Called Quest.

Tickets: ab 25 Euro (1 Tag) / 79 Euro (Festivalticket), c-o-pop.de, 29.08. - 02.09.18.

 

Weitere Geheimtipps außerhalb von NRW: 

 

Immergut-Festival in Neustrelitz

Vom 25. bis zum 26. Mai sagen sich in Neustrelitz Fuchs und Hase ausnahmsweise mal nicht gute Nacht, sondern feiern einfach durch. Das Immergut ist der schönste Weg, die Festivalsaison lautstark zu eröffnen. Es ist kaum möglich, bei den Klängen von Roosevelt, Makeness, Kettcar oder Olli Schulz Schlaf dem Tanzen vorzuziehen.

 

Spätestens bei der allnächtlichen Disko in der

überdachten Zeltbühne müssen die Haare geschüttelt werden und zwar all night long. Das Immergut bietet aber mehr als nur gute Musik: Das Gesamtkonzept ist aufwendig und liebevoll - die mittlerweile 19 Jahre Erfahrung merkt man dem jährlichen Spektakel in der Umsetzung einfach an, wobei Booking und Stimmung frisch wie im ersten Sommer wirken. Es gibt wie jedes Jahr tagsüber neben Konzerten Lesungen im Birkenhain, einen einleitenden Konzertabend am 24.05. und natürlich wird traditionell angebadet in einem der unzähligen nahegelegenen Seen. Das ist Urlaub, nicht nur für’s Gehirn!

Tickets: ab 53 Euro, immergutrocken.de, 25. + 26.05.18. 

 

 

Nachtdigital in Olganitz 

 Das Nachtdigital auf einem ehemaligen Schullandheimgelände bei Leipzig ist auf 3.000 Gäste limitiert, was das Festival klein und familiär hält - aber auch dafür sorgt, dass man Tickets meist nur noch im Wiederverkauf bekommt (zum Originalpreis bei tixforgigs.com), also wenn jemand seine/ ihre Tickets weiterverkauft. Alles spielt sich rund um einen idyllischen kleinen See ab, über dem nachts der Nebel hängt. Getanzt wird teilweise mit den Füßen im Wasser, es gibt durchgehend Musik. Weltweit berühmt ist das Festival für Acts wie Ben UFO, The Do, Optimo und Blawan. Die Running Order wird traditionell immer erst vor Ort bekannt gegeben.

Tickets: 136 Euro, nachtdigital.de, 03. - 05.08.18. 

 

 

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October 10, 2019

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