• ksz-internet

Sonntagskolumne: Über Sicherheit und Freiheit


Taube-Dino Cartanella-Sicherheit und Freiheit

Sicherheit und Freiheit in inneren und äußeren Reisen

Was heißt es, im Jahr 2020 sich auf der Erde bewegen zu wollen? Was bedeutet Sicherheit und Freiheit für uns, und wie gehen wir damit um, was im Moment in der Welt passiert?

Reisen. Schon immer gab es diesen inneren Entdeckerdrang ins uns Menschen nach mehr. Nach der Welt. Nach Gesichtern. Nach Gerüchen. Nach neuen Liedern und neuen Wegen. Und doch gehen wir am Ende immer die gleichen. Mal verändert sich der Begleiter, mal sind wir zu zweit, zu viert zu acht. Mal sehen wir Berge, Flüsse oder Seen. Doch die innere Motivation uns zu Bewegen besteht. Besteht durch die Bewegung an sich. In sich. Die Grenzen waren/sind tatsächlich zu. Grenzen. Aus Konstrukten. Die uns verschließen. Die uns Menschen unterteilen und uns dort hinbringen, wo wir Bürokratisches Recht haben. Die Grenzen schließen sich mit Druck und Gewalt. Wieso können wir nicht alle Zuhause bleiben mit dem Gedanken, dass wir niemanden anstecken wollen aus Nächstenliebe, ohne dass der Staat uns dazu zwingt? Wieso können wir uns nicht zu den Menschen die Hilfe benötigen zur Unterstützung begeben, anstatt dass Politiker uns mit Entscheidungsgewalt und Zwang trennen? Idealismus. Ja. Ich versuche in dieser Realität nach einem besseren Ideal zu streben.

Was passiert, wenn jemand in Deutschland seinen Job verliert oder wechseln muss? Vieles läuft wie bisher, der Staat schickt Hilfen. Für eigentlich alle ist gesorgt. Während ich mir hier keine Gedanken machen muss, ob der Bafög weiterläuft bekomme ich einen Anruf von meiner Gast Mama aus Kolumbien. Sie wussten nicht mehr, wie sie sich Essen kaufen oder die Rechnungen bezahlen sollten. Deutschland heißt: Privilegien als Realitätskonstrukt. Demokratie. Ein Staat der uns Unterstützt und keine korrupten Politiker. Grade in Extremzeiten wie Corona ist dies zu bemerken. Ich bin sehr dankbar, immer wieder ein Stück aus meinem Weltblickwinkel geholt zu werden. Relativismus passiert so schnell und kann uns einengen. Dass soll nicht heißen, dass wir jeden Abend mit der ganzen Welt leiden müssen und uns schuldig fühlen sollen, wenn wir hören, dass andere Menschen unter weniger privilegierteren Bedingungen Leben. Mir geht es eher darum aufzuwecken. Gegen den Grenzübergreifenden Relativismus zu wirken. Und einen Gedankenanstoß zu geben, um über unser Handeln nachzudenken. Für mehr Mitgefühl. Ich habe einige Interviews mit Menschen in meinem Umfeld aus Kolumbien sowie hier aus Deutschland geführt. Muchas Gracias hier nochmal an die Zeit und Mühe die ihr euch gemacht habt und für das Teilen eurer Gedanken und Zeit.

Was bedeutet Sicherheit für dich? Ich glaube, Sicherheit heißt für mich, dass ich in einer Situation meine grundlegenden Bedürfnisse abgedeckt weiß, oder zumindest weiß, dass ich sie stillen könnte, wenn ich wollte. Wenn ich eine Umarmung brauche, habe ich Menschen, von denen ich sie bekomme, wenn mein Handy kaputt geht, kann ich es ersetzen, wenn ich etwas wissen will, habe ich Quellen, aus denen ich dieses Wissen ziehen kann. Quasi den wahrscheinlichen Problemszenarien des Lebens gegenüber gewappnet sein. Emma (Musikwissenschaftsstudentin, Köln, Deutschland)

Für mich bedeutet Sicherheit das Vertrauen zu haben, dass jede Entscheidung die ich treffe zu einer Aktion führt die mir erlaubt an dieser Aktionen zu wachsen, welche mir gute oder schlechte Konsequenzen bringen. John (Fitnesstrainer und Bodybuilder, Medellín Kolumbien)

Das kollektive produktive Leben. Dass der Staat trotzdem weiterfunktioniert und die, die arbeiten gehen, ihn am Laufen erhalten. Vertrauen in die Personen. Auch die Hygienemaßnahmen. Auch Normen und Werte. Dass meine Familie zusammen ist oder ich mit Freunden bin. Rubén (Ehemaliger Schulsprecher vom Colegio Aldea Celeste, Medellín, Kolumbien)

Zugang zu Bildung zu haben ohne vernebelte Informationen! Gesundheit und in meinem Dorf ohne Angst rausgehen zu können. José (Tauchlehrer, Santa Marta, Kolumbien)

Einmal die materielle Sicherheit und die gefühlte Sicherheit. Für mich bedeutet Sicherheit wohl eine Balance dieser beiden Ebenen zu erreichen.(…)Hat man zwar materielle Sicherheit, allerdings fühlt man sich unsicher, kann man versuchen z.B. über Meditation oder das Auseinandersetzten mit dem Moment die Sicherheit zu fühlen, dass es nur das Jetzt gibt und man eigentlich alles hat was man braucht. Ich denke also für mich ist Sicherheit, das Besinnen auf den jetzigen Moment und zu fühlen, dass alles was passiert einen Grund hat. Pia (Ethnologiestudentin, Köln, Deutschland)

Ein soziales Netz zu haben, Geborgenheit. Das Gefühl aufgefangen zu werden. Sicherheit in meiner Familie ist die größte Stufe. Finanziell sowie materiell und emotional. Wissen, dass sie mir helfen. Das ist ein Teil von einem sozialen Netz. Und dann noch das Freundschaftliche Netz. Je mehr soziales Netz, desto mehr angekommen fühle ich mich. Jannis (Geographiestudent, Leipzig, Deutschland)

Sicherheit bedeutet zentriert in sich zu sein. Es ist keine Sache, die vom Außen abhängt, es ist ein innerer Zustand welchen man sich erarbeiten kann indem man sein Bewusstsein schult.- Eliana (Ganzheitliche Therapeutin, Medellín, Kolumbien)

Wie hat sich Sicherheit für dich in Zeiten von Corona verändert? Mein Ruhebedürfnis ist zum ersten Mal seit Jahren gestillt worden und das hat mich dazu gebracht, es jetzt mehr zu priorisieren. Das Konzept von Sicherheit basiert für mich persönlich in meinem Leben jetzt mehr darauf. Emma

Ich glaube, dass wir alle in der Welt mit der Unsicherheit der Gegenwart und Zukunft dieser Pandemie und dessen Negativen folgen in Gesundheit, Arbeit und Essen leben müssen. John

Meine Sicherheit hat sich sehr verändert. Der Staat gibt mir ein Gefühl von Unsicherheit. Ich arbeite mit Kindern und Tourismus und studiere, was nicht Gratis ist. Und zwei Monate ohne Arbeit haben mich sehr was Geld angeht beeinflusst. Ohne Geld kann man nichts machen. José

Verändert hat sich, dass ich das Gefühl habe die Konstrukte unseres Zusammenlebens sind noch sehr viel instabiler, als ich es zuvor gedacht habe. Es kann mal eben so ein Virus kommen und unser ganzes System lahmlegen. Für mich ist das einerseits gewaltig und schön, andererseits aber auch beängstigend(...) Außerdem macht es mir Angst, wie schnell freiheitsbeschränkende Gesetzte in Kraft treten können und wenn man sich kritisch oder hinterfragend äußert, dass es dann sehr viel Unverständnis und Ärgernis gibt. Mich lässt das unsicher fühlen, weil ich merke, wie schnell viele Menschen um mich sich gegeneinander lenken lassen. Pia

Hat sich wenig verändert, weil ich finanziell keine Einschränkungen hatte, aber mein Bezug hat sich verändert. Wie privilegierte ich eigentlich bin. Haus und Garten. Die Hochphase war eigentlich Zeit zum Entspannen. Durch die Uni habe ich bemerkt, wie offen die Leute sind, wie die Professoren auch menschlicher geworden sind. Ich habe Sicherheit bekommen, dass man nicht allein damit steht. Jannis

Es hat sich nicht verändert und wird sich auch nicht verändern, weil es nicht eine Sache des Außen ist indem die Dinge passieren, die Dinge passieren in uns. Es ist die Art und Weise wie sich jede Situation anhäuft, es geht immer darum, dass wir uns entweder aus einem Schema von Opfer oder einer Möglichkeit des Lernens sehen. Eliana

Was gibt dir Sicherheit? Vertrautes. Das können Menschen oder Gegenstände sein, aber auch Rituale, Tätigkeiten oder Gefühle. Menschliche Nähe hat einen hohen Stellenwert aber vor allem auch die Nähe zu mir selbst. Zeit mit mir zu verbringen, mich zu pflegen, mir zuzuhören. Emma

Das Vertrauen, dass Corona bald vorbei sein wird, meine große Familie, welche mich Unterstützt und in dieser Zeit halten. John Aufgrund meiner Geographischen Zone hilft mir die Fischerei und das Meer. Die Fischerei hat sich in Sicherheit für mich verwandelt. Um meine Rechnungen zu bezahlen. José

Mir gibt die Vorstellung Sicherheit, dass alles einen Grund hat, was passiert (…) Mir gibt das Gefühl Sicherheit, in mir selbst einen Anker zu finden und all das, was ich brauche. Ich bin lange verzweifelt daran Lösungen zu finden, wie mein Umfeld aussehen soll damit ich mich gut fühle. Allerdings fühle ich jetzt, dass ich die Sicherheit nur durch Sicherheit mit mir und meinem Leben selbst finden kann. Pia

Finanzielle Sicherheit ist ein unglaublich hohes Gut und bringt Luxus mit sich. Mein Alter. Ich denke oft ich bin ja erst 20 und dann mache ich halt mit 23 etwas Neues. Und dass ich mich noch nicht festlegen muss. Die Möglichkeiten geben mir Sicherheit. Jannis

Das was mich immer sicher hält im Existieren und in jeder Situation ist das Bewusstsein, dass ich eine göttliches Wesen bin, experimentierend in einem menschlichen Körper, und natürlich helfen mir Werkzeuge wie meditieren, schreiben oder malen um meine innere Sicherheit klar affirmierend aufrecht zu erhalten. Eliana

Was bedeutet Freiheit für dich? Ähnlich wie Sicherheit, hängt auch Freiheit für mich mit der Stillung von Bedürfnissen zusammen, denn intuitiv würde ich sie als "Möglichkeit, zu tun, was man will" definieren. Natürlich sind gewisse Grenzen, ob physisch, mental oder gesellschaftlich immer vorhanden ob man sich innerhalb derer als frei bezeichnen würde hängt für mich größtenteils vom subjektiven Empfinden ab. Emma

Es ist Handeln ohne soziale und mentale Vorurteile. „Wir sind gefangen von unseren Gedanken und in ihnen befinden sich die Ängste und die Unsicherheiten, welche uns die Freiheit einschränken.“ John

Freiheit ist sehr subjektiv. Das Leben kann dir Freiheit geben. Wir haben Angst vor der Freiheit. Die Grenzen geben wir uns selbst. In Gedanken sind wie vielleicht frei aber in Aktion nicht. In Aktion gibt es Grenzen die uns Personen und Institutionen sowie die Welt gibt. Die Freiheit ist nicht meine. Sie ist vom Staat. Die Freiheit ist erst kollektiv, dann ist sie deine. Rubén

Aufstehen, wann ich möchte und den Tag so gestalten wie ich möchte, einen Kaffee machen. Frische Luft atmen, keine Angst haben zu zeigen wer ich bin und was ich denke ohne Vorurteile. José

(…) Man muss sich selbst die Chance geben, sich gedanklich und körperlich frei in neue Denkweisen und Situationen zu bringen. Ich denke also Freiheit bedeutet auch, immer wieder seine gewohnte Komfortzone zu verlassen und mit dem Fluss des Lebens zu strömen. Mal schnell, mal langsam, mal gerade, mal kurvig. Manchmal erkennt man die Freiheit nicht sofort, mal ist sie ganz klar vor den Augen. Aber immer ist sie da, wenn man sich gedanklich den Raum dafür gibt. Pia

Unabhängigkeit. Zum einen von Familie und Freund*innen, wenn ich Entscheidungen treffe. Die Selbständigkeit ins Ausland fahren. Freiheit bedeutet für mich eigene Entscheidungen zu treffen. Wenig Verpflichtungen zu haben. Jannis

Freiheit für mich ist kein Konzept noch hat es eine Bedeutung. Das was ich weiß, ist dass es eine Interne Erfahrung ist, denn die Freiheit ist keine Angelegenheit im Äußeren. Ein Wesen kann frei sein, oder besser gesagt nicht privat in Freiheit sein, und sich total gefangen in seinen Gedanken und Emotionen sein, ein anderes Wesen kann frei sein in seiner privaten physischen Freiheit und dennoch seinen inneren Frieden seine Ruhe und Harmonie spüren. Diese Wesen sind wirklich frei. Eliana

Wie hat sich Freiheit in Zeiten von Corona für dich verändert? Corona hat eben diese Grenzen viel näher an uns herangerückt und ganz neue, vorher unvorstellbare gezogen. Deren Notwendigkeit führt bei mir persönlich aber dazu, dass ich mich in meiner Freiheit nicht direkt eingeschränkt sehe oder gesehen habe, weil ich dies glaube ich nur empfinde, wenn ich die Gründe für die Existenz der Grenzen für nichtig halte. Zum Beispiel fühle ich mich mehr dadurch eingeschränkt, dass ich nicht oben ohne auf der Straße rumlaufen kann, weil Brüste sexualisiert sind, als dadurch, dass ich diesen Sommer nicht auf mein Lieblingsfestival kann. Diese Freiheiten wären für sich beide sehr wichtig für mich, der Kontext entscheidet jedoch, wie gut ich mich mit ihrem Fehlen abfinden kann. Emma

Für mich gibt es nicht so viel Freiheit. Es gibt Druck den ich spüre. An einigen Tagen kann ich rausgehen, aber ich fühle mich nicht so frei. Rubén Die Ausgangssperre hat es geschafft dass unser Körper in vier Wänden bleibt. Physisch ist das eine Herausforderung für die Abenteurer oder die, die gerne viel soziale Leben. Aber die digitalen Medien haben uns nähergebracht und dadurch können wir uns neue Horizonte vorstellen welche uns nach dem allen hier, Hoffnung geben und uns zurückkehren lassen diese sonst so gewohnte Freiheit wieder zu leben. José

Gerade eben habe ich noch die Situation am Bahnsteig beobachtet und mir ist aufgefallen, dass es zwar ein Gesetz gibt nun Masken zu tragen, es jedoch (wenn man will und sucht) immer Möglichkeiten gibt, seine Freiheit in dem Fall zu wahren. Für mich fühlt es sich wie eine Freiheitsbeschneidung an, wenn ich auf dem Bahnsteig mein halbes Gesicht verdecken muss und Menschen nicht anlächeln kann. Geht man jedoch ans Ende des Bahnsteiges, so interessiert es dort meist keinen mehr ob man eine Maske aufhat, oder nicht Wir Menschen selbst werden dabei als „lebensfeindlich“ betrachtet und unser Leben wird FÜR das Leben eingeschränkt. Das finde ich irgendwie paradox… Pia

Freiheit wird genommen, um anderen etwas Gutes zu tun. Freiheit wurde durch Sorgen sehr viel eingeschränkt. Ich habe viel über Entscheidungen nachgedacht und versucht, einen Mittelweg zu wählen. Jannis Hat sich nicht verändert und wird sich auch nicht verändern, denn die Freiheit ist zu wissen, wie der Frieden in uns selbst liegt. Eliana

Was gibt dir Freiheit? Die Grenzen akzeptieren und die, die ich nicht akzeptieren kann versuchen zu verschieben. Sowohl meine eigenen körperlichen und psychischen als auch die gesellschaftlichen. Emma

Sich sicher zu fühlen in einem sicheren Gefängnis ist besser als frei zu sein und unsicher. Ich fühle mich nicht frei in Aktion. Ich fühle mich frei in Denken und Träumen. Rubén

Die Berge zu sehen. Das Meer. Den Geruch der Wellen fühlen, welche der Wind hochträgt, die Landschaft um meine Ort zu sehen und neue Dinge zu entdecken welche ich mir niemals hätte vorstellen können in meinem Umfeld und an mir selbst. José

Mir gibt Freiheit zu wissen, dass ich über meine Gedanken mit vielen Situationen Frieden schließen kann, obwohl sie gefühlt eher meine Freiheit einschränken. (…) Mir gibt es auch Freiheit zu wissen, dass ich auf diesem Planeten hin kann, wann immer und wo immer ich hin will. Ich bin dankbar für diese Freiheit und würde mir so so sehr von Herzen wünschen, dass ein jeder sie hat. Ein jeder sollte körperlich frei sein, um auch gedanklich frei zu werden. Ich denke wahre, vollendete Freiheit, kann nur als Kollektiv der menschlichen Gattung erreicht werden. Pia

Freiheit hängt von den Möglichkeiten ab die anderen vielleicht verwehrt sind. Sozial, finanziell, die Möglichkeit etwas zu riskieren und Chancen. Jannis

Vielleicht sind einige von uns Müde, nicht zu wissen, was morgen passiert und haben Angst Entscheidungen zu treffen vor dem was noch kommt. Sind an ihrem persönlichen 0 Punkt angekommen. Ich glaube wir sollten uns bewusst werden nicht uns, sowie die Realität in der wir Leben zu verurteilen. Und damit auch uns Selbst. Wir sollten in unserem Unterbewusstsein all die alten Mauern fallen lassen und nicht blind der Masse aus Angst folgen. Fernsehen oder Nachrichten können sehr manipulativ und berieselnd sein. Es ist eine Herausforderung uns nun nicht von den Überflutungen der Information Tagtäglich mitreißen zu lassen. Nicht von Wellen der Angst mit zuschwimmen. Wir Menschen sind schon eine lustige Spezies. Wieso sich nicht Organisieren und teilen und helfen? Alles andere sind Gedanken voller Angst und Egoismus die uns leiten. Im Endeffekt sind dass alles Aufgaben, die wir fähig sind zu meistern. Weil das Leben nun mal keine grade Linie ist, sondern uns immer wieder prüft und herausfordert. Wir sind Menschen auf dieser Erde. Seit Jahrmillionen. Wir haben schon viel hinter uns und werden auch bestimmt noch viel vor uns haben. Nehmen wir die Situation mit Akzeptanz und Annahme und nicht mit Widerstand. Sodass wir auch nicht mehr im Widerstand mit uns sind. Wir sollten uns erinnern: Lasst uns einmal durchatmen bevor wir Handeln. Betrifft das grade mich? Ist das grade mein Problem? Oder lasse ich mich von außen manipulieren sodass eine irreale unreflektierte Angst mich in meinem Handeln beeinflusst.

Wir haben immer die Wahl. Neben all dem was im Außen passiert. Ganz egal wo wir auf der Welt sind und in welchen Ausmaß die Herausforderungen sind. Wir haben immer die Wahl uns zu uns selbst zu besinnen. Ich habe gelernt ich zu sein, aber die anderen auch in ihrer Realität sein zu lassen, ohne sie zu verurteilen oder zu bewerten. Du bist nicht schlechter als ich. Ich bin nicht schlechter als du. Du bist nicht besser als ich. Ich bin nicht besser als du. Es ist für mich eher ein Punkt 0 mit dem ich das Leben betrachte. Corona hat mir gezeigt: Ich entscheide wie ich die Welt sehe und bin verantwortlich dafür. Ohne dabei die anderen Menschen um mich herum zu vergessen und trotzdem bei Ihnen zu sein. Jedes Wesen hier auf der Welt sein lassen wie es ist. Pur und vollständig. Das hat mir Corona gezeigt. Das ist die Welt, in der ich Leben möchte. Der Virus ist eine Herausforderung und jede Herausforderung kann uns auch etwas geben. Für mich ist es ein Geschenk. Ich sehe Corona eher als Chance über mich als Mensch zu lernen. Darüber wie ich mit Angst umgehe. Was Angst mit mir macht. In unseren Regierungen sitzen Menschen, die Abgrenzung als Vorsorge betrachten. Und anscheinend maskierte Menschen mögen. Fastwie in einem Theaterstück. „2020. Die Maske. Auf der Suche nach Sicherheit“. Also bitte. Das könnte in den Geschichtsbüchern in 50 Jahren als Witz durchgehen. Ich möchte dich einladen mehr ins Jetzt zu kommen. Tief durchzuatmen und den Gedanken nicht so viel Kontrolle zu geben um in den Alltagshandlungen, die wir meistern dürfen in Ruhe zu bleiben. Solange wir Freiheit und Frieden in unserem Ausdruck in unserem sein und unseren Gedanken finden, können wir als Pol für unser Umfeld wirken. Und dafür brauchen wir nicht einmal eine Maske.

Savanna Schmitz

UPCOMING EVENTS: 

Ihr habt Lust bei uns mitzumachen und eine Sonntagskolumne oder einen Artikel zu schreiben , kommt vorbei!

 

FOLGE DER KSZ: 

  • Black Facebook Icon
  • Black Twitter Icon
  • Black YouTube Icon

RECENT POSTS: 

Die Kölner Studierenden-zeitung erscheint einmal im Semester mit einer Auflage von 9.600 Exemplaren und behandelt Themen rund um den Campus: Ob Hochschul- oder Stadtpolitik, Kunst und Kultur sowie aktuell relevante Gesellschaftsthemen.

Die KSZ wird von jungen engagierten Menschen in Teamarbeit realisiert. Bei uns arbeiten angehende Medienwissenschaftler*innen, Mediziner*innen, Jurist*innen und Designer*innen sowie Schüler*innen und Absolvent*innen der Kölner Journalistenschule.