• Zoé Gödde

Geordnetes Chaos im Kopf schaffen ?!

Ein Spaziergang- einfach mal frische Luft schnappen, die letzten Sonnenstrahlen genießen und die wunderschönen Farben des Herbsts genießen, manchmal genau das Richtige. Solche Momente zu nutzen und einen klaren Kopf zu bekommen, sind oftmals Gold wert. Die erste Uni Woche ist geschafft - aber besonders als Ersti hat man sich das nun wirklich anders vorgestellt- von wegen coole neue Leute auf dem Campus anquatschen, auf Kneipentour gehen und vielleicht Köln als neue Stadt entdecken. Was passiert stattdessen? Eine offizielle digitale Begrüßung, der Griff zu den Chips wie beim Netflixen erscheint irgendwie gewohnter, als sich pflichtbewusst und gestriegelt vor den Laptop zu setzen und nett in die Kamera zu lächeln. Willkommen im digitalen Zoom-Zeitalter und deinem mehr oder weniger neuen Unialltag! Ganz ehrlich, es ist vollkommen ok das nicht unbedingt zu feiern und auch einfach mal unglücklich, deprimiert oder einfach antriebslos zu sein.


Aber sind wir doch mal ganz ehrlich: Können wir aktuell irgendetwas an der generellen Lage ändern? Wird schwierig - gebe ich offen und ehrlich zu und nein, ich möchte hier nicht den einzigwahren Lösungsweg vorschlagen, aber vielleicht hilft dir ja irgendwas davon weiter. Gerade sind Zeiten, in denen sich viel ändert und das leider auf eine unberechenbare Art und Weise. Ich bin sicherlich nicht die Einzige, die sich überrollt fühlt von Umständen an denen man nichts ändern kann. Von Bedingungen, die viel zu sehr von denen Abweichen, die man eingehen wollte. Deshalb habe ich mir vorgenommen, den Fokus zu ändern, auch wenn ich nicht ohne viele Grübeleien auskomme, aber manchmal ziehen sie einen auch runter wie eine Abwertsspirale des Gedankentanzens, ganz viele wirre Post-it´s ohne Zugehörigkeit. Doch genau in solchen Momenten nicht den Überblick zu verlieren oder das Durcheinander in ein geordnetes Chaos zu verpacken, wäre zumindest eine Möglichkeit .

Mein Schlüssel heißt „step by step“ - für die einen total simpel, aber schaffe dir einen Überblick egal ob Uni, Job oder Privates. Alle deine für dich wichtigen „Baustellen“ haben einen Platz verdient, schnapp dir ´nen Zettel und Stift und los geht´s. Probier es mal mit einer Mind Map oder einer anderen Darstellungen. Visualisierung bringt in jedem Fall Chaos in viel zu viele Kleinigkeiten, die sonst wild herumschwirren. Nachdem alles den großen Kategorien untergeordnet ist, sind die ersten Periodisierungen an der Reihe. Was davon ist dir wirklich wichtig oder hat eine Deadline, die eingehalten werden muss? Egal ob mega bunte Farben oder eine neue Grafik, so filtern sich ganz easy viele einzelne Projekte. Gibt es etwas, dass dich vielleicht in naher oder ferner Zukunft antreibt oder motiviert, ein kleiner Meilenstein oder Wunsch, den du dir erfüllen möchtest? Genau dieses große oder kleine Etwas ist dein persönlicher Antrieb für den Moment. Denn was gibt es Ärgerliches, als auf die Frage „Warum mache ich das hier gerade alles?“, keine Antwort zu kennen?


Deshalb nicht zu viel verzetteln und in den Hier- und Jetzt-Modus wechseln! Welche vielleicht nur Kleinigkeiten wie das Zimmer aufräumen oder kurz Durchsaugen kannst du sofort erledigen? Mach dir genau mit diesen Dingen eine today-to-do -list und freue dich auf das coole Hakensetzen nach getaner Arbeit. Durch solche sichtbaren Erfolge bleibst du viel eher motiviert und produktiv, als dir selbst beim Dahinvegetieren zu zusehen, oder die „Seifenblasen, bei mir ist alles perfekt Charaktere“ deiner Lieblingsserie zu vergöttern. Eins noch, sei nicht zu hart zu dir selbst. Kein Plan und Überblick ist perfekt, zu jeder Zeit treten Veränderungen auf - aber vielleicht findest du so besser einen Patz für sie. Und wie gesagt, einen richtigen Gammeltag zu zelebrieren und dem „es hat nicht geklappt Gefühl“ Raum zu geben gehört dazu, Futter für die Seele hilft immer!


Autorin: Zoé Gödde


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